Welche Dachneigung sollte ich für mein Dach wählen?

Dach mit geringem Dachüberstand
Bildquelle: Braas

Der Neigungswinkel vom Dach muss als Erstes zu Ihrem Haustyp passen. Regionale und lokale Gegebenheiten sollten hierbei auch einfließen. Klimafaktoren wie Niederschlagsmenge, -form (Schnee, Regen …), Windbelastung sollten auch beachtet werden. Je steiler die Dachneigung Ihres Daches ist, umso schneller kann das Niederschlagswasser abfließen, die Dachflächen trocknen schneller und bieten der Moosbildung, Flechten- und Algenbildung weniger Chancen. Das Mittelgebirge als eine wind- und regenreiche Region, haben vorwiegend steile Dächer mit geringem Dachüberstand.

Dach mit breitem Dachüberstand
Bildquelle: Braas

In schneereichen Gebieten entwickelten sich Dächer mit geringem Neigungswinkel und breitem Dachüberstand. So wird das Abrutschen der Schneemassen verzögert und es kann sich keine sogenannte „Dachlawine“ bilden, die bei einsetzendem Tauwetter den Schnee ins gefährliche Rutschen bringen kann. Des Weiteren kann dem Druck, den die winterlichen Schneelasten mit sich bringen, besser standgehalten werden. Gleichzeitig kann der Schnee zur zusätzlichen Wärmedämmung genutzt werden.

Ihr Dachdecker wird Sie gerne beraten.

Gibt es Dachsteine oder Dachziegel die nicht bemoosen?

Grundsätzlich gibt es keine Dachsteine oder Dachziegel, die resistent gegen Moosbefall, Flechten und Algen sind, diese können sich aber kaum noch auf den Dachsteinen festsetzen. Die Stärke der Grünbildung hängt von einigen Faktoren ab, die z. B. sein können:

  • Lage/ Standort von Ihrem Haus
  • Ausrichtung(Nordseite)
  • Niederschläge, Verschattung oder Sonne
  • Vegetation in näherer Umgebung

Engobierte oder glasierte Dachziegel können eventuell geringer bemoosen, der Befall kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Ihr Dachdecker kann Ihnen das näher erläutern.

Dachsteine

Dachziegel

Soll ich Dachsteine oder Dachziegel für meine Dacheindeckung wählen?

Der Unterschied für Bauherren ist auf einer Dachfläche kaum sichtbar.
Sie unterscheiden sich hauptsächlich in Herstellung und Material.
Beide bieten eine große Auswahl an Farben -, Format und Formvarianten.
Dachsteine werden aus Beton gefertigt, einer Mischung aus Zement, quarzhaltigen Sand und Wasser.
Dachziegel bestehen aus Ton und sind somit ein Naturprodukt, die bei hohen Temperaturen gebrannt werden.

Dachstein
Bildquelle: Braas GmbH - Frankfurter Pfanne

Dachziegel
Bildquelle: Braas GmbH - Flachdachpfanne Rubin 9V

Was ist eine Doppeldeckung und Kronendeckung?

Das sind die Deckungsarten für Biberschwanzziegel.
Bei der Doppeldeckung wird jede Biberreihe auf eine Dachlatte aufgehängt.
Bei der Kronendeckung liegen zwei Biberreihen auf einer Dachlatte, dadurch werden bei dieser Verlegung weniger Dachlatten benötigt.

Doppeldeckung
Bildquelle: Braas - Biberschwanzziegel

Kronendeckung
Bildquelle: Braas - Biberschwanzziegel

Welche Dachziegelform passt am besten zum Haus und Dach?

Die Dachziegel sollten in Form, Farbe und Deckungsart zu Ihrem Haustyp passen. Nicht jede Dachziegelform kann jedoch bei jeder Dachneigung verlegt werden. Der Hersteller gibt für seine Dachpfannenmodelle eine sogenannte Regeldachneigung an, bis zu welcher Dachneigung, die Regensicherheit problemlos funktioniert. Die Regeldachneigung ist somit abhängig von dem jeweiligen Dachpfannenmodell. Sollte Ihre Dachfläche unter der angegebenen Regeldachneigung liegen, sind Zusatzmaßnahmen erforderlich. Fragen Sie hierzu Ihren Dachdecker.

Wenn die Dachneigung über dieser angegebenen Regeldachneigung liegt, haben Sie eine sehr große Auswahl an Dachpfannenmodelle und damit die „Qual der Wahl“. Weshalb wurde für diese Dacheindeckung z. B. ein Hohlfalzziegel mit rotem Farbton und matter Oberfläche gewählt?
Für die Bauherren war es wichtig, das ihr Dach in Verbindung mit dem Fachwerkhaus, Charme ausstrahlt.
Die geschwungene Form des Hohlfalzziegels, in der klassischen Farbe Rot, gibt dem Gesamteindruck des Hauses eine sehr harmonische und zurückhaltende Ausstrahlung.

Fachwerkhaus

Bildquelle: Erlus - Hohlfalz SL